TI73

Dramatherapie und Psychodrama

FR
DP

Dramatherapie und Psychodrama teilen die Überzeugung, dass die Inszenierung des Selbst eine transformative Kraft besitzt. Das morenosche Psychodrama schlägt vor, das Leiden szenisch nachzuspielen, um es zu verwandeln, mit seiner Handlungsgrammatik (Protagonist, Hilfs-Ich, Doppel, Spiegel, Rollentausch) und seiner kreisförmigen Bühne. Die Praxis gliedert sich um vier Prinzipien: das Rollenspiel, das Hier-und-Jetzt, die Spontaneität und die Begegnung. Die britische Dramatherapie (Slade, Jennings) entwickelt sich aus dem spontanen dramatischen Spiel, das sich vom formellen Theater unterscheidet; das Feld umfasst namentlich die Persönlichkeitsstörungen.

CodeTI73
Name (DE)Dramatherapie und Psychodrama
Französischer NameDramathérapie et Psychodrame
Kürzel (FR)DP
BegründerJacob Levy Moreno (psychodrame, Vienne 1921 ; Psychodrama 1946), Peter Slade (dramathérapie, 1954), Sue Jennings (BADTh, 1979)
Jahr1921 (première expérience du psychodrame) ; 1946 (ouvrage Psychodrama)
Schule / WelleArts-thérapies / thérapies expressives ; psychodrame morénien et dramathérapie britannique
QuellbandBand 6 des Mémento des Psychothérapies
Autoren & Denker
Sue JenningsJacob Levy MorenoPeter Slade

Diese Therapie wird ausführlich (Prinzipien, Indikationen, Protokoll, Evidenzgrad) in Band 6 des Mémento des Psychothérapies behandelt. Band ansehen.