TI77

Therapeutische Puppen

FR
MAR

Die therapeutische Puppe stützt sich auf die Eigenschaft eines sichtbaren, manipulierbaren und distanzierbaren Dritten: Die Projektion auf ein belebtes Objekt erlaubt es dem Subjekt, einen psychischen Inhalt abzulegen, zu transformieren und zu historisieren, der im direkten Sprechen unzugänglich oder zu bedrohlich bliebe. Als Erbin ritueller und szenischer Traditionen (Wayang, Bunraku, Kasperletheater) wird sie von Madeleine Lions als von Rehabilitation, Unterhaltung und pädagogischer Animation verschieden theoretisiert. Sie wird bei Kindern in großer Not und in Institutionen eingesetzt sowie ab den 1970er-Jahren in der Rehabilitation der Aphasie (nach Schlaganfall oder Schädel-Hirn-Trauma).

CodeTI77
Name (DE)Therapeutische Puppen
Französischer NameMarionnettes thérapeutiques
Kürzel (FR)MAR
BegründerMadeleine Lions (France, années 1960), Édith Lecourt (corpus des médiations artistiques), Suzanne et Jean-Pierre Lescot
Jahrémergence clinique au XXe siècle ; en France années 1960 (Madeleine Lions)
Schule / WelleMédiations artistiques / art-thérapie, psychanalyse de l'enfant et psychothérapie institutionnelle françaises
QuellbandBand 6 des Mémento des Psychothérapies
Autoren & Denker
Édith LecourtJean-Pierre LescotSuzanne LescotMadeleine Lions

Diese Therapie wird ausführlich (Prinzipien, Indikationen, Protokoll, Evidenzgrad) in Band 6 des Mémento des Psychothérapies behandelt. Band ansehen.