Kontemplative christliche Meditation
Eine jahrhundertealte spirituelle Praxis, die zu einem Werkzeug der sanften Psychotherapie geworden ist, an der Schnittstelle von Kontemplation und existenzieller Klinik. Sie beruht auf vier Prinzipien: der inneren Stille (Hesychia), dem Loslassen des besitzergreifenden Ichs (Zundel), der Öffnung für die Gegenwart und dem apophatischen Weg. Ihre wichtigsten Techniken sind das Centering Prayer (ein heiliges Wort, zweimal täglich zwanzig Minuten), die Christian Meditation (das Maranatha-Mantra von John Main) und die Lectio divina in vier Schritten. Sie wendet sich an das existenzielle Leiden, an Sinnkrisen, Trauerfälle, chronische Angst, Burnout von Pflegenden und das Lebensende, ergänzend zu den Psychotherapien; sie unterscheidet sich von der säkularisierten MBSR durch ihre theologische Verankerung.
| Code | TI101 |
|---|---|
| Name (DE) | Kontemplative christliche Meditation |
| Französischer Name | Méditation Chrétienne Contemplative |
| Kürzel (FR) | MCC |
| Begründer | Pères du désert (Évagre, Cassien) ; renouveau : John Main (Christian Meditation, 1975), Thomas Keating (Centering Prayer, 1974-1984) |
| Jahr | racines au IVe siècle ; renouveau contemporain dans les années 1970 |
| Schule / Welle | Contemplation chrétienne / voie apophatique ; Centering Prayer et Christian Meditation |
| Quellband | Band 8 des Mémento des Psychothérapies |
Diese Therapie wird ausführlich (Prinzipien, Indikationen, Protokoll, Evidenzgrad) in Band 8 des Mémento des Psychothérapies behandelt. Band ansehen.