Vipassana (Theravada-Buddhismus des Erwachens)
Vipassana (klares Sehen) ist ein Weg der Befreiung vom Leiden, der aus der Lehre des Buddha stammt und auf den vier Grundlagen der Achtsamkeit des Satipatthana Sutta gegründet ist. Sie gliedert sich um drei Säulen (Sila, das ethische Verhalten; Samadhi, die Konzentration; Panna, die Weisheit-Einsicht) und um die erfahrungsbezogene Kenntnis der drei Merkmale: Anicca (Vergänglichkeit), Dukkha (Unzulänglichkeit) und Anatta (Nicht-Selbst), mit dem Gleichmut (Upekkha) als kardinaler Qualität. Ihre wichtigsten Techniken sind Anapana (Achtsamkeit auf den Atem), der Body-Scan nach Goenka, das Noting nach Mahasi und die Gehmeditation. Klinisch dokumentiert der Autor ihren begleitenden Wert bei Angststörungen, depressivem Grübeln, Stress, chronischem Schmerz und Abhängigkeiten, während er sie als Erstlinienansatz bei akuten Psychosen, schweren dissoziativen Zuständen und nicht stabilisierten Traumata kontraindiziert.
| Code | TI106 |
|---|---|
| Name (DE) | Vipassana (Theravada-Buddhismus des Erwachens) |
| Französischer Name | Vipassana (Bouddhisme Theravada de l'éveil) |
| Kürzel (FR) | VIP |
| Begründer | enseignement du Bouddha Gautama ; renouveau birman : Mahasi Sayadaw, U Ba Khin et S.N. Goenka ; transmission occidentale : Goldstein, Kornfield, Salzberg (IMS, 1976) |
| Jahr | enseignement originel (VIe s. av. n. è.) ; renouveau moderne fin XIXe-XXe siècle |
| Schule / Welle | Bouddhisme Theravada ; méditation d'insight (Satipatthana Sutta), à l'origine de la mindfulness médicalisée |
| Quellband | Band 8 des Mémento des Psychothérapies |
Diese Therapie wird ausführlich (Prinzipien, Indikationen, Protokoll, Evidenzgrad) in Band 8 des Mémento des Psychothérapies behandelt. Band ansehen.