Zen (Zazen, Koans, Soto, Rinzai)
Das Zen ist ein Weg des Erwachens, der auf dem absoluten Vorrang von Zazen, der sitzenden Meditation, zentriert ist, die Dogen nicht als Mittel, sondern als den direkten Ausdruck des Erwachens (Shusho ichinyo) identifiziert. Das Soto praktiziert das Shikantaza (nur sitzen), während das Rinzai mit dem Koan arbeitet, einem durch Analyse unlösbaren Rätsel, das einen qualitativen Bruch des Bewusstseins hervorruft (Satori/Kensho). Zu den Prinzipien gehören das Mu-shotoku (Praxis ohne Ziel und ohne Gewinn) und die Übertragung von Geist zu Geist vom Meister zum Schüler (I-shin-den-shin), mit Einrichtungen wie dem Dokusan (Gespräch) und dem Sesshin (intensiver Rückzug). Der Autor stellt klar, dass das Zen keine Therapie ist, sondern ein existenzieller Weg mit indirekter therapeutischer Wirkung (Stressregulation, Verringerung des Grübelns, Verhältnis zum Schmerz), der von der säkularisierten Achtsamkeit zu unterscheiden ist.
| Code | TI108 |
|---|---|
| Name (DE) | Zen (Zazen, Koans, Soto, Rinzai) |
| Kürzel (FR) | ZEN |
| Begründer | Bodhidharma, Hui-neng, Linji ; au Japon Dogen (Soto) et Hakuin (koans, Rinzai) ; diffusion : D.T. Suzuki, Shunryu Suzuki, Taisen Deshimaru |
| Jahr | origine du Chan (Ve-VIe s.) ; implantation au Japon aux XIIe-XIIIe s. ; Occident au XXe siècle |
| Schule / Welle | Bouddhisme mahayana, héritier du Chan chinois ; lignées Soto (shikantaza) et Rinzai (koans) |
| Quellband | Band 8 des Mémento des Psychothérapies |
Diese Therapie wird ausführlich (Prinzipien, Indikationen, Protokoll, Evidenzgrad) in Band 8 des Mémento des Psychothérapies behandelt. Band ansehen.